30 September 2008

RoTo dit: DANKE

Hallo DEUTSCHLAND, hallo Mannheim, hallo Koblenz, hallo Haan,
liebe Grüße aus Kanada.



Wir wollten die Gelegenheit nutzen, uns ganz herzlich bei euch zu bedanken. Elchig hat jetzt schon seinen 1000. Besucher begrüßen dürfen.
Das bedeutet, dass sich täglich 20 Leute (seit unserer Abreise) darüber informiert haben, wie es uns geht. Und dafür sind wir sehr dankbar. So schön es hier auch ist, tut es gut, zu wissen, dass es Leute zuhause gibt, die an einen denken.
In diesem Sinne, auf Wiedersehen, bis in 3 monaten,
Roman und Thomas

PS: Wenn wir die 2000 schaffen, dann tanzen wir im Elchkostüm auf dem Mont-Royal.

25 September 2008

Thomas dit: Botanischer Garten

Hallo Deutschland,
liebe Grüße aus Montréal. Nachdem Roman abgereist ist und seinen Kapuzenpulli vergessen hat, war die Wohnung erstmal leer. Momentan genieße ich das noch, da ich die Küche für mich allein habe und da ein bisschen zaubern kann und das ja sozusagen meine erste eigene Wohnung ist. Gestern war der Internetmann da und ich hab den Eindruck, dass das das Zeichen für die zwei Mädels war, dass jetzt menschenwürdige Umstände hier herrschen und daher kommen die zwei bald. Sie heißen Nesrine und Marianne, sind sehr nett und kommen aus Frankreich. Ich denke, dass wir uns ganz gut verstehen werden und ich somit endlich mal ein wenig Französisch reden werde, da außerhalb der Kurse zumeist englisch gesprochen wird, da mindestens einer dabei ist, der kein französisch spricht.



Gestern abend war ich mit ein paar Mädels im botanischen Garten. Hatten eine kostenlose Eintrittskarte, die ich natürlich unterwegs verloren habe. Naja, es war dennoch schön und der in Lampions gehüllte chinesische Garten muss als Höhepunkt bezeichnet werden.



Bilder gibt es wie immer frei Haus im Fotoalbum.

Diesmal gibt es aber eine ganz besondere Überraschung. Sozusagen ein Ode an Montréals inoffizielles Lieblings-Haustier, ebenfalls aufgenommen im botanischen Garten (szüsz).



Bis bald mal wieder,
der Montréaler

22 September 2008

Roman dit: Wieder gut in Québec City angekommen

Hallo Deutschland,

leider geht jedes Wiedersehen einmal zu Ende. Wir sind inzwischen gut wieder in Québec angekommen und haben nach intensiven Stunden in Montréal uns nun ein paar Stunden Schlaf verdient.

Ich möchte nur noch einmal auf die Fotos hinweisen, die online gestellt worden sind.

In Thomas' Album findet ihr jede Menge Schnappschüsse vom Wiedersehen in Montréal, und auch für die Naturfreunde da draußen habe ich ein kleines Schmankerl:

In meinem, in Romans Fotoalbum sind nun auch endlich ein paar Fotos vom Whale Watching am letzten Wochenende zu sehen.

Liebe Grüße aus dem kalten Québec,

Roman

21 September 2008

RoTo dit: Wiedersehen

Hallo Deutschland,

wir sind wieder vereint. Es ist 10:00 Uhr morgens und wir sitzen irgendwo in Montréal, genauer gesagt in Thomas` Wohnung nahe der Universität. Zu horrenden Preisen haben sich fünf Québecer bei ihm eingemietet, aber von vorne.

Wie schon angekündigt sollte das Wiedersehen nicht lange auf sich warten lassen. Am Freitag habe ich, Roman, mir mit vier Freunden ein Auto gemietet, um das Wochenende in Montréal zu verbringen. Da bei Thomas die Mitbewohnerinnen noch nicht eingezogen sind, konnten wir alle seine WG in Beschlag nehmen, um von dort Montréal zu erkunden bzw. leerzukaufen.

Am Freitag gingen wir abends essen und danach unter anderem mit Lisa und Sebastian ins Kino, so dass es zu einem großen Mannheimer-internationalen Wiedersehen kommen konnte. Kleiner Tipp: Wenn bei euch der Film "Burn after Reading" anläuft, geht rein und zählt die Schimpfworte (aber nicht bei 1000 aufhören). Nach einem Besuch in der Kneipe ging es per Taxi zurück nach Hause.

Samstag dann sollte das große Shoppen anstehen. Beflügelt von einem 1:0-Zwischenstand in München zogen Roman und die vier anderen erst einmal alleine los, um per SMS vom später nachkommenden Thomas vom erfreulichen Spielverlauf zwischen Bayern und Bremen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Jetzt kannten unsere Ausgaben keine Grenzen mehr: Schuhe, Schals, Pullis, CDs, Hustenbonbons und Zimtschnecken, ein nicht enden wollender Kaufrausch verteilt auf sechs konsumwütige deutsche Studenten.

Abends dann ein sehr leckeres Essen in der "Usine de Spaghetti". Danach im Hafen kostenloses Mitlauschen bei Sigúr Ros (verbessere mich bitte, Sebastian, wenn die Band falsch geschrieben ist), einer isländischen Band, die dort ein Konzert spielte. Zum Ausklang dieses Tages gab es für jeden noch einen Biberschwanz, das ist ein dicker Pfannkuchen mit Belag nach Wahl zu... horrenden Preisen, wie eigentlich alles hier.

Mit leerem Portemonnaie, aber vollem Magen und glücklich schliefen wir dann ein.

Ein paar Stunden wird RoTo noch vereint sein, und es macht schon Spaß mal wieder gemeinsam an dieser Stelle zu posten. Die Québecer werden im Laufe des Tages wieder abreisen, ein nächstes Wiedersehen wird es aber sicher gehen.

Lieben Gruß nach Deutschland,
RoTo

PS: Fotos von diesem Wiedersehen findet ihr in Thomas Fotoalbum, vielen Dank an unsere Starfotografen Michi, Johannes, Susi und Maren.

16 September 2008

Thomas dit: Abschied und Wiedersehen

Thomas erlebt gerade ein Wechselbad der Gefühle. Wie die Aktie von Lehman ging es auch mit mir Freitag bergab. Nachdem ich vier Wochen liebevoll umsorgt wurde, war es nun vorbei mit ToAn und To blieb allein am Terminal B zurück.

Viel Zeit zum Trauern wird einem hier allerdings nicht gelassen und so musste ich
Samstag sehr früh aus den Federn, um mit HEChange nach Quebec City aufzubrechen.
Mit 2 Bussen waren wir 3 Stunden unterwegs um dann in Quebec City erst mal am Fastfood-Restaurant anzuhalten. Nach einigen kanadischen Kalorien ging es weiter zum Wasserfall von Montmorency. Nach den Niagara Fällen konnte mich dieser nicht vollends überzeugen, da er laut Reiseführer zwar höher, aber nicht so eindrucksvoll ist.

Von Quebec Trip

Dennoch genoßen wir den kleinen Spaziergang bis es dann wieder zum Hotel ging. Dort bezog ich ein SCHWEDEN-FRANKREICH-BRASILIEN-DEUTSCHLAND-Zimmer. Wir verstanden uns alle gut und Julien, der angehende französische Musiker, ist schon ein echter Freund geworden. Bald ging es aber wieder in die Stadt und ich hatte die Gelegenheit mit einer kleinen Gruppe Romans Wahlheimat auf Zeit zu besichtigen. Ich muss sagen: Du hast es sehr gut getroffen. Quebec hat französischen Flair und ist echt einen Besuch wert. Nach einer 4-stündigen Erkundungstour gab es für unser Grüppchen Pizza und Pasta und anschließend gute Livemusik in einem Jazzclub. Bald gings aber auch schon einvernehmlich Richtung Heiabett.

Von Quebec Trip

Sonntagmorgen: Duschen, kalt, Thomas wach! Es gibt Frühstück bei McDonalds (das gesamte Wochenende ist zwangsläufig von Fastfood geprägt). Dann geht es wieder in den Bus. Heute sollten wir 9 Stunden Bus fahren. Aber wir wurden reich entlohnt: Erstens durch 10minütiges RoTo-Sein und durch das Kennenlernen von Romans Kommilitonen (die im übrigen auch alle sehr nett sind) und zweitens durch Beluga, Finnwal und Co.. Die Tour war kalt, aber auf jeden Fall sehr beeindruckend (siehe neues Fotoalbum, mit großem Lisa/Sebastian-Daumenkino-Spezial)!

Von Quebec Trip

Heute, Montag, sitze ich am Laptop, während in Mannheim und Koblenz alles ruht. Der Tag war streßig und die ganzen Gruppenarbeiten, Lektüren und Spiele machen einen echt fertig.

Deswegen wie gesagt: TIEF (Abflug) - HOCH (Wiedersehen) - TIEF (STREß), aber zuversichtlich, dass die Suppe nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird.

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
Thomas

15 September 2008

Roman dit: Wale, Bloc Party und ein Wiedersehen

Hallo Deutschland,

ich möchte an dieser Stelle mal wieder ein kleines Lebenszeichen da lassen und kann schon mal so viel verraten: für etwa 10 Minuten war heute RoTo wieder vereint, doch dazu später mehr!

Die letzte Woche war wieder reich an neuen Erfahrungen. So geht es in den Kursen so langsam zur Sache, übermorgen muss ich so zum Beispiel schon mein erstes Assignment abgeben.

Im einzigen englischsprachigen Kurs mussten wir am Mittwoch drei Stunden lang einem Dozenten zuhören, der ursprünglich aus Bangladesh kommt. Nicht nur, dass die Präsentation schlecht war, es war einfach sehr schwierig zu verstehen, was uns der gute Mann zu sagen hatte, denn sein Akzent war wirklich die Höhe... und mach das mal drei Stunden mit... auf diesem Niveau!

Für einen anderen Kurs musste ich mich anderthalb Stunden lang in eine Arbeitsgruppe von Erstsemestern setzen und deren Gruppenarbeit analysieren. Das war auch sehr spannend, zumal ich durch mein schweigsames Mitschreiben - glaube ich - bis zum Schluss erfolgreich den Schein erweckt habe, auch ein Québécois zu sein und demnach alles zu verstehen, was da so gebrabbelt wurde... Das war bei der teils genuschelten Jugendsprache durchaus etwas schwieriger, naja. In Marketing wiederum muss ich bald ein Referat über deutsches Bier halten; ich sage mal, da hätte es für mich auch schlimmer kommen können.

So viel zur Universität!

Sonst haben wir in der letzten Woche an einem Abend mal wieder ein Gericht hingezaubert, für das Johann Lafer lobende Worte gefunden hätte, ein perfekt gewürztes Thai-Curry-Chicken.
An einem anderen Abend oder lasst mich überlegen... nein später am Abend war eine große Disconacht mit Livebands in der Uni, die ich mir auch nicht habe entgehen lassen.

Freitag abend dann ging es auf ein Festival in Québec City, bei dem wir für 25 Dollar sieben (!) Bands unter einer Autobahnbrücke live sehen konnten, wobei vor allem der Hauptact Bloc Party unser Interesse geweckt hatte. Was ich vorher allerdings noch nicht wusste ist, dass der Sänger von Bloc Party aussieht wie Clarence Seedorf. Québec City haben sie auf alle Fälle gerockt!

Dieses Wochenende dann haben vier deutsche Freunde und ich uns ein Auto gemietet, um in Tadoussac Wale zu beobachten. Nachdem wir uns eine Woche lang mit Whale Attack-Videos auf Youtube auf den Sonntag vorbereitet hatten, mussten wir einsehen, dass die Viecher doch ganz friedlich sind.

Mit einem Schlauchboot ging es drei Stunden lang mitten auf den Sankt-Lorenz-Strom, bis auf geschätzte 5 bis 10 Meter trauten sich die Wale ans Boot, und wir bekamen jede Menge zu Gesicht... unglaubliche sechs Lagen T-Shirts-Pullis-Jacken-Schals hatte ich mir für die Fahrt angezogen, und keine einzige Lage war zu viel!

Erkältet bin ich trotzdem immer noch - nun schon seit zwei Wochen - und wer mich kennt weiß, dass ich weiterhin mit völligem Unverständnis darauf reagiere, wie man trotz sinkender Temperaturen weiterhin die Räume überall auf konstant 20 Grad mit ordentlich Gebläse klimatisieren kann, da kann man meiner Meinung nach auch nicht wieder gesund werden. Mit Klimaanlagen habe ich hier meinen Frieden noch nicht geschlossen.

Als wir nach dem dreistündigen Walausflug um 12 Uhr aus dem Zodiac etwas durchnässt wieder an Land gingen, kam uns auch bald schon die HEC-Ausflugsgruppe aus Montréal entgegen, so dass ich endlich mit Lisa und Sebastian mein Wiedersehen in Kanada feiern konnte, Marielle hatte ich ja bereits an den ersten Tagen in Montréal getroffen... und eben mit dir, Thomas! 10 Minuten lang war RoTo wieder vereint, 10 Minuten im leichten Nieselregen von Tadoussac, wo sich sonst nur ein paar Belugawale hin verirren, dann mussten wir uns gezwungenermaßen auch wieder verabschieden, das nächste längere Wiedersehen ist allerdings schon in Planung,
mehr dazu bald hier,

liebe Grüße in Kanada,

Roman

09 September 2008

Roman dit: Regen, Regeln, Rouge et Or

Hallo Deutschland,

auch ich möchte kurz ein Lebenszeichen von mir geben, auch wenn der Alltag auch bei mir so langsam Einzug hält. Meine Erkältung ist weiterhin hartnäckig und hat mir meine Stimme bis jetzt nicht wieder zurückgegeben, so dass ich an manchen der letzten Tage kaum mehr als ein Krächzen hervorbringen konnte.

Dennoch waren die letzten Tage auch bei mir ereignisreich; so habe ich nun alle meine vier Kurse besucht, wobei ich zugeben muss, dass mir dieses veränderte System, von dem Thomas bereits sprach, sehr entgegenkommt, da ich es in Mannheim ja nahezu gehasst habe, immer den gesamten Druck eines Semesters zu 100% bei einer Klausur von 1,5h zu spüren. Dass sich unsere Noten hier aus mehreren Hausarbeiten, meist zwei Klausuren, Referaten und teils Gruppenarbeit zusammensetzen kommt mir somit ebenfalls zu 100% entgegen.

Die Fächer gefallen mir auch sehr gut.
In einem französischen Fach über Marketing hat der Dozent so genuschelt, dass ich kaum etwas verstehen konnte, aber dort ist das Lehrbuch immerhin sehr gut, so dass ich alles Wichtige nachlesen kann.
In meinem Soziologiefach hat uns die Dozentin gebeten Notizen zu machen und dann den Overhead-Projektor ein- und das Licht ausgeschaltet, so dass wir zwei Stunden in kompletter Dunkelheit ausharren mussten. Über meinen Vorschlag vielleicht doch mal das Licht anzulassen war sie aber anschließend so begeistert, dass ich zumindest im zweiten Teil der Vorlesung noch kräftig mitschreiben und einige neue Vokabeln lernen konnte.

Am Sonntag waren wir ausländischen Studenten beim American Footballspiel der Universitätsmannschaft eingeladen und durften mit ansehen, wie 15000 begeisterte Zuschauer das Team von Laval beim Derby gegen die Universität Montréal anfeuerten. Alles in allem war es sehr amerikanisch mit Cheerleadern, Budweiser- und Hot Dog-Ständen. Das Spiel jedoch - so viel verstehe ich vom American Football - war schlecht, in der Offensive viel zu nervös geführt, kaum ein Pass wollte ankommen, und kurz vor der Halbzeit stand es noch 2:0, wobei keiner auf unserer deutsch-französischen Tribüne so recht verstand, woher diese zwei Punkte kamen, gab es doch keinen Touch Down und kein Field Goal oder dergleichen. Am Ende aber gewannen die Jungs aus Laval - les "Rouge et Or" - mit 17:6 und die Welt war in Ordnung...
Für ein Foto mit dem Footballmaskottchen durfte ich auch noch posieren, trotz Regen ein tolles Erlebnis.

Jetzt werde ich gleich noch zu einem gemütlichen DVD-Abend im Wohnheim aufbrechen, während der Großteil von euch schon in der ersten Tiefschlafphase sein dürfte.

Liebe Grüße aus Québec,

Roman

Unser Weg


Montréal - Kingston - Toronto - Niagara Falls - Algonquin Nationalpark - Ottawa - Montréal

Elchsichtungen